Navigationsleiste  |    Direktzugriff   |    Kurs  |     Home  

Linux-Glossar

Dieses kleine Glossar gehört zum Linux-Kurs, kann aber auch ganz gut allein benutzt werden.


D


Dateisystem

Damit dein Rechner weiß wo er welche Datei auf der Platte findet, braucht er ein Dateisystem. Unter Linux wirdst du meistens ext2 oder neuerdings ReiserFS antreffen. Im Fehlerfall kann sich ein Dateisystem (meist) selber reparieren und wenn dabei Dateien zutage deren Name er nicht kennt stehen diese unter /lost+found

Distribution

Eine Distribution (kurz; Distri) ist ein Linux-Packet von einer Firma. Linux selber besteht ja aus einer Unzahl von kleinen Programmen, und wenn du dir nicht die Mühe machen willst diese alle selber zu installieren, greifst du zu einer Distribution. Eigentlich besorgt man sich (außer die ganz harten) Linux immer in einer Distri. Die bekanntesten sind: SuSE, RedHat, Mandrake, Debain, Corel Linux.




H


Homeverzeichnis

Jeder Benutzer unter UNIX/Linux hat sein eigenes Homeverzeichnis, in diesem Verzeichnis darf er rumwüten wie er will. Außerhalb dieses Verzeichnisses sollte er , außer gucken, nichts tun. Das Homeverzeichnis ist der private Ort der User, ein anderer Benutzer (außer root) hat dorthin keinen Zugriff.




I


IDE

Der IDE-Bus , neuerdings heißt er eigentlich ATA, dient zum Anbinden interner Hardware an deinen PC. Auf deinem Mainboard (da wo dein Prozessor draufsteckt) sind mindestens zwei (oder sogar 4) IDE-Stränge (der primäre und der sekundäre). Pro Strang kannst du zwei Geräte anschließen, wovon dann ein Gerät "Master" und eines " Slave" sein muß. Diese Geräte sind zumeist Festplatten, CDROMs, DVD, Brenner,... also kurzum alles Laufwerke. Diesen Bus gibt es verschiedenen Geschwindigkeiten, der schnellste ist im Moment der Ultra/DMA 100, er schafft 100MB/sec.




K


Kernel

Der Kernel ist das Herz von Linux. Er kümmert sich um die Speicherverwalten, das Dateisystem, das Multitasking, die Anbindung der Laufwerke,...
Allerdings ohne weitere Programme kannst du mit dem Kernel nichts machen




L


Linux User Group

Eine LUG ist quasi ein Stammtisch von Linuxern, Man trifft sich plaudert (worüber wohl), hilfst Newbies, hat Spaß ...




M


Mountpoint

Ein Mountpoint ist ein besonderes Verzeichnis, schreibst du etwas in dieses Verzeichnis, dann wird es in die entsprechende Partition geschrieben.
An einem Mountpoint wird ein Gerät (eine Festplatte, ein CDROM, ...) ins Linux-System "eingehängt"

Mirror

Ein Mirror ist ein Spiegel eines Servers. Bei Servern auf denen starker Verkehr herrscht (viele Downloads) werden oft Mirrors eingesetzt, diese spiegeln den Hauptserver. Der Vorteil liegt bei der Lastverteilung, und der Lokalisierung. Ein deutscher Downloader sollte einen Mirror in Deutschalnd benutzen und so den Haupt-Server entlasten.

Zurück



N


Newbie

Ein Newbie ist ein Linux-Einsteiger der gerade einsteigt und noch neu in der Materie ist. Das ist keine Beleidigung, denn alle haben mal klein angefangen




P


Partition

Eine Partition ist ein Teil einer Festplatte. Eine Partition verhält sich wie eine Festplatte, ist aber nur ein Teil einer ganzen. Wenn du mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte installieren willst, kommst du nicht an Partitionen vorbei. Auf IBM-PCs gibt es auch noch einen Hacken:
Es gibt primäre, erweiterte und logische Partitionen (oder auch logische Laufwerke genannt) .
Von den primären Partitionen kannst du maximal 4 anlegen, Ende Aus. Damit du aber mehr als 4 Partitionen bekommst, gibt es die erweiterte Partition, in diese kannst du nun logische Laufwerke anlegen. Also, kannst du maximal 3 primäre und eine erweiterte Partition anlegen. So, in einer erweiterten Partition kannst du mehrere logische Laufwerke anlegen (wie viele, weiß ich leider nicht, aber ich hatte damit noch nie Probleme).

Prompt

In jeder Textkonsole steht an Anfang der Zeile ein kurzer Text, der meist so aussieht:
tux@linux:/etc >

Dieser kurze Text , der Prompt, sagt dir wer du bist (tux), den Rechnernamen (linux), in welchem Verzeichnis du gerade bist (/etc). Du kannst die Form des Prompts selber einstellen.




R


root

Der Benutzer root ist der Hauptadministrator eines UNIX/LINUX-Systems. Er darf einfach alles, und genau das sit das Problem. Erlangt ein böser Cracker einen root-Zugang auf deinem System, hat er die Kontrolle über den Rechner. Ebenso kannst du als Benutzer root dein gesamtes System so richtig zerstören, alle andereren Benutzer könne das nicht.
Also, nur als root arbeiten wenn es umbedingt nötig ist!




S


SCSI

Wie der IDE-Bus dient der SCSI-Bus ebenfalls dazu interne (aber auch externe) Laufwerke an deinen PC anzuschließen. Aber dafür brauchst du einen Controller und dieser ist normalerweise nicht auf deinem Motherboard. SCSI kommt eigentlich mehr in Servern oder richtigen Workstations zum Einsatz. Gegenüber IDE-Platte sind SCSI-Platte (im Moment) ungefähr dreimal so teuer. Aber, an einen SCSI-Controller kannst su mindestens 7 Geräte anschöießen und mehrere Controller passen ja auch in einen Rechner ...

shell

Die shell dient zur Eingabe von Befehlen, sie kümmert sich um die Ein/Ausgabe von Zeichen. Unter Windows/DOS kann man sie mit der Eingabeaufforderung vergleichen. Aber unter Unix ist sie viel mächtiger: Sie hat (meist) eine eigene Programmsprache, und kann Scripte ausführen





X


X Window System

Das X Window System, oder kurz X, ist quasi das Windows für Linux. X stellt eine Umgebung bereit auf der Grafik angezeigt werden kann. Desweiteren ist X netzwerkfähig, das heißt: das Programm auf deinem Bildschirm muß nicht auf deinem Rechner laufen, sondern kann auf einen anderem Rechner der auch X hat laufen.
X selber ist ziemlich nackt, du brauchst noch einen Window-Manager der dir (besser deinen Programmen) hilft die Fenster einheitlich darzustellen. Gängige Windowmanager sind: WindowMaker, Enlightenment, IceWM, FVWM2, twm, kwm,...
Oft wird KDE oder Gnome mit X oder einem Window-Manager verwechselt, deswegen hier die Erklärung: KDE und Gnome sind "Desktop-Enviroments". Sie stellen eine einheitlich Umgebung für Verfügung, ihre Programme sehen alle gleich aus, die Icon sind gleich, ..... Aber auch sie brauchen X und einen Window-Manager, KDE hat seinen eigenen, den kwm, kann aber auch andere benutzen (macht aber keinen großen Sinn), Gnome benutzt meistens WindowMaker oder Enlightenment.




Erstellt: 2001-01-31 Autor: Markus Ungermann (mu@tuxhausen.de)
Letztes Update: 2002-02-25      URL: http://www.tuxhausen.de/kurs_glossar.html